Wir haben in Düsseldorf ein Rattenproblem. Und zwar heftig. Als Tierschützer stehe ich da zwischen zwei Stühlen. Auf der einen Seite weiß ich, Ratten sind soziale, intelligente Tiere, auf der anderen Seite sind sie als Schädlinge eingestuft. Das sind sie wirklich. Sie richten riesige Schäden an (haben wir im TH schon erlebt) und übertragen Krankheiten.
Was kann man tun? Man kann sie töten. Das ist die eine Möglichkeit. Gefällt mir nicht, aber bei dieser Überpopulation fällt auch mir keine Alternative ein.
Es sei denn, meine menschlichen Mitbürger machen alle mit. Indem sie keine essbaren Dinge auf der Straße entsorgen, indem sie keine Reste in die Toilette werfen, indem sie keinen Abfall neben die Mülltonne stellen.
Das hätte zumindest zur Folge, dass die rasende Vermehrung gestoppt würde. Ratten vermehren sich nach Nahrungsangebot.
Keine Nahrung – keine (wenig) Ratten.
Wenn wir nicht wollen, dass uns die Ratten irgendwann mal Scharenweise über die Füße laufen, sollten wir aufwachen. Sauberkeit und Ordnung ist möglich und kann auch an Personen weitererzählt werden, die es noch nicht wissen.
Monika Piasetzky

