Trauermarsch Ärzte gegen Tierversuche

Am Samstag, 08.10.2022, fand ein von Ärzte gegen Tierversuche organisierter Trauermarsch durch die Düsseldorfer City statt. Denn die Heinrich-Heine-Universität unserer schönen Landeshauptstadt ist eine der Hochburgen des Tierversuchs. Besonders grausam ist zum Beispiel die Qual, mit der zahnärztliche Fortschritte an Hunden (Labor-Beagle) getestet werden. Grausam und absolut überflüssig, wie der nachfolgende Text, den ÄgT auf facebook gepostet hat, deutlich macht:

Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, 40225 DüsseldorfWas wird gemacht – in einem Satz: Beagle-Hunden werden viele Zähne gezogen und Löcher in den Kieferknochen gebohrt, die mit Zahnteilen gefüllt werden. Am Ende werden die Hunde getötet.Wie läuft der Versuch ab? Vier Beagle-Hunden werden unter Narkose jeweils 10 Backenzähne aus dem Unterkiefer gezogen. Zusätzlich werden je Tier 6 Löcher in den Unterkiefer gebohrt. 12 Wochen später werden 2 Backenzähne des Oberkiefers gezogen. Die Zähne werden zurrechtgeschnitten, in die in der ersten Operation geschaffenen Löcher verpflanzt und mit einer Schraube befestigt. Weitere 12 Wochen danach werden die Schrauben entfernt und Zahnimplantate aus Titan eingeschraubt. 3 Wochen später werden die Tiere getötet. Ziel war es, zu testen, ob sich Zähne als Knochenaufbaumaterial eignen. (1)Warum ist das sinnlos – und wie geht’s besser? Das Gebiss von Hunden mit seinen Fang- und Reißzähnen sowie ihre Knochenstruktur sind völlig anders aufgebaut als beim Menschen. Zudem sind die Vorgänge bei der Wundheilung ganz anders. Alleine schon die Bakterienzusammensetzung im Mund- und Rachenbereich der Hunde unterscheidet sich deutlich von jener des Menschen. Somit können Versuche dieser Art nicht vorhersagen, wie der Mensch darauf reagiert. Erst, wenn dies im Menschen angewendet wird, kann man feststellen, ob die Methode funktioniert. Ob vorher Tierversuche gemacht werden oder nicht, ist also irrelevant; es ist und bleibt ein Menschenversuch.Ob Materialien sich für die Knochenheilung eignen, lässt sich beispielsweise mit Knochenorganoiden erforschen – aus menschlichen Zellen hergestellten Miniorganen.

Wir haben nicht nur an dem Trauermarsch teilgenommen, sondern auch den uns seinerzeit von Jacques Tilly gebauten Labor-Beagle zur Verfügung gestellt. Damit die Menschen, die uns auf dem Weg durch die Innenstadt begegneten, auch richtig hinschauten und sich informieren ließen. Unseren Beagle haben wir anschließend Ärzte gegen Tierversuche geschenkt, damit sie ihn immer wieder im Zuge ihrer groß angelegten, wichtigen Kampagne nutzen können.

95 % der Ergebnisse aus Tierversuchen sind überhaupt nicht auf den Menschen übertragbar! Während die alternativen Methoden sogar in der Lage sind, genau auf den individuellen Patienten zugeschnittene Testergebnisse zu liefern – ohne dass irgendein Lebewesen dafür Qual und Tod erleiden muss.

Die Düsseldorfer waren mit Recht entsetzt über das, was in unserer Stadt passiert. Und es passiert tagtäglich, tausende Male, mit Millionen von Tieren in fast jeder Universität. Politisch unterstützt, denn die längst überholten Tierversuche werden immer noch mit mehreren Milliarden €uro gefördert, während man für die alternativen Methoden nur 1 % des Budgets zur Verfügung stellt.