Es beginnt eigentlich wie mit der Ehe. Man heiratet und muss sich ab jetzt mit dem Partner über Probleme auseinander setzten, die man allein gar nicht hatte.
Also, wenn man zum Beispiel nicht gern spazieren geht, ist die Anschaffung eines noch so niedlichen Hundes, immer mit der Pflicht verbunden nun doch regelmäßig spazieren gehen zu müssen.
Bei Wind und Wetter, Häufchen eintüten, Hund in der Stadt nicht von der Leine lassen, Erziehung, möglicherweise Ärger mit Nachbarn wegen Gebell und noch andere Unwägbarkeiten, die man eigentlich nicht braucht. Dann entstehen auch noch Kosten. Futter, Steuer, Tierarzt……
Für deinen Hund bist du wenigstens ein Freund, für deine Katze bist du Personal. Sie gehorcht dir nicht. Kommt nur wenn sie Lust dazu hat. Ist vielleicht am Tage müde, des Nachts aber lebenslustig.
Dekoriert die Wohnung um, soll heißen, sie sucht eine Stelle, die ihr genehm ist um sich die Krallen zu schärfen. Ist vielleicht mäkelig beim Fressen. Man kann kaufen, was man will, sie guckt immer irgendwie unzufrieden.
Kleintiere und Vögel haben wieder einen anderen Unterhaltungswert. Man hält sie in der Gruppe und sorgt für genügend Platzangebot, Spielmöglichkeit, gesundes Futter und muss sich nicht selten mit langen Beobachtungsphasen begnügen.
Aber wenn Bello seinen Kopf auf dein Knie legt und dir mit sanften Hundeaugen tief in die Augen schaut, wenn Mieze beim Streicheln schnurrt und entspannt die Augen schließt, wenn der Kanari zärtlich an deinem Ohr knabbert oder das Kaninchen sich vertrauensvoll in deinen Arm schmiegt, ist die Welt in Ordnung und die Frage beantwortet:
Oh ja, Haustiere machen glücklich!
