Jedes Jahr sterben Dutzende Rehe, Hirsche, Kaninchen und andere Tiere an illegal entsorgtem Grünschnitt, den Gartenbesitzer einfach in den Wald oder auf Weiden kippen statt ihn zur regulären Entsorgung zu bringen.
Dabei wissen offenbar viele nicht, dass gerade Buchsbaum, Eibe und Kirschlorbeer hochgiftig für Tiere sind. Es ist leider ein Märchen, dass Tiere genau wissen, was für sie gut und was schlecht ist und meist ist die Giftigkeit auch abhängig von der Menge des aufgenommenen Grünzeugs. Während für einen mittelgroßen Hund schon 30 g Eibe genügt um ihn zu töten (also Vorsicht auch, welches Stöckchen er zerkaut!), haben Pferde schnell die für sie tödliche Menge von ca. 250 g gefuttert und verenden qualvoll.
Leider sind viele Pflanzen aus unseren Gärten für Tiere giftig bis tödlich:
neben Eibe, Buchsbaum und Kirschlorbeer sind es auch Rhododendron, Azalee, Efeu, Mistel, Herbstzeitlose, Mai- und Schneeglöckchen, Wandelröschen, Jakobskreuzkraut, Forsythie, Stein- bzw. Honigklee, Pfaffenhütchen, Tollkirsche, Eisenhut, Fingerhut, Seidelbast, Goldregen, Robinie…
Auch die Liste der Tiere ist lang: neben den Rehen, Hirschen und Pferde können die vorgenannten Pflanzen (und viele hier nicht aufgeführte) auch Kaninchen und andere Nager, Rinder, Schafe, Ziegen, Hunde, Katzen und sogar Schildkröten qualvoll töten.
Wohl niemand kann sich das alles merken, deshalb unsere dringende Bitte: entsorgen Sie den Grünschnitt aus Ihrem Garten dort, wo kein Tier davon fressen kann. Also nicht irgendwo in der Natur, sondern beim Grünschnitt-Mobil der Awista bzw. auf deren Recyclinghöfen. Das Grünschnitt-Mobil steht ab nächste Woche wieder wöchentlich an vielen Orten im Stadtgebiet. Wann und wo genau findet man auf der Internet-Seite der Awista oder kann unter 0211-83099099 Auskunft erhalten.
Die Abgabe dort kostet nichts, der Aufwand ist nicht größer als wenn man illegal im Wald entsorgt, aber man kann sicher sein, dass kein Tier sein Leben verliert, weil es ahnungslos das Falsche frisst.
