Ferkelkastration ab 01.01.2021

Vor zwei Jahren wurde die Abschaffung der betäubungslosen Ferkelkastration noch einmal verlängert, obwohl vorher schon fünf Jahre Zeit gewesen wäre, sich auf Alternativen umzustellen. Wir starteten daher unser Projekt „Schwein ohne Pein“ und setzten alles daran, den (männlichen) Ferkeln das Leid der Kastration ohne Betäubung möglichst bald zu ersparen. Politik, Handel, Verbraucher, Schlachtbetriebe, Fleischverarbeiter/Metzger aber auch die Bauern taten sich schwer, insbesondere mit der aus Tierschutzsicht besten Methode der „Impfung“ gegen Ebergeruch. Welche Anstrengungen wir unternahmen um alle Beteiligten zu überzeugen, können Sie in den vergangenen Berichten nachlesen.

Tatsächlich wurde inzwischen gesetzlich vorgeschrieben, dass ab dem 01. Januar 2021 kein Eberferkel mehr ohne Betäubung kastriert werden darf, und die Impfung als Alternative hat viele Landwirte aber auch die Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe, die Politiker und fast alle Lebensmittelkonzerne überzeugt. Unser ursprüngliches Ziel, wenigstens einigen Tausend Ferkeln das Leid der Kastration zu ersparen, haben wir erreicht. Aber wir machen weiter. Nicht nur zur Kastration, sondern auch zu den unzähligen anderen Themen, bei denen Nutztiere leiden müssen. Denn es gibt noch so viel zu tun, für die Schweine und Ferkel, die Milchkühe und Kälber, Hühnchen und Hähnchen, Schafe, Lämmer, Ziegen und Zicklein und und und…

Aus „Schwein ohne Pein“ ist ein Landwirtschaftsprojekt geworden. Nicht selbstverständlich für einen Tierschutzverein einer Großstadt. Aber selbstverständlich für uns, denn wir unterscheiden nicht zwischen Haustier und Nutztier – für uns sind es Lebewesen, die es zu schützen gilt. Unsere Aufgabe ist noch lange, sehr lange nicht zu Ende.