Es tut sich was in Sachen Tierwohl!?

Für uns Tierschützer überschlagen sich gerade die Neuigkeiten in Bezug auf die Nutztierhaltung.

Vor wenigen Tagen kündigte die EU an, 2023 einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die Verwendung von Käfigsystemen für Sauen (Kastenstände!), Kälber, Kaninchen, Hühner, Gänse, Enten u.a. Nutztiere verbieten wird. Es geht dabei um über 300 Millionen Tiere!

Die EU verspricht, die Landwirte bei der Umstellung zu unterstützen und auch Vorgaben für Importe aus Nicht-EU-Länder zu machen.

Wir hoffen sehr, dass der Gesetzesentwurf die Zustimmung von EU-Parlament und -Rat bekommen und damit vielen Millionen Tieren ein deutlich besseres Leben geboten wird.

Wenige Tage danach verkündete ALDI, bis 2030 alles Frischfleisch von Schwein, Rind, Huhn und Pute nur noch aus Haltungsstufe 3 oder 4 anzubieten. Schon in diesem Jahr sollen es 15 % des Umsatzes mit diesem Fleisch sein, bis 2026 dann 33 %  und gar kein Frischfleisch mehr aus Haltungsstufe 1. Ein Paukenschlag, dem binnen kürzester Zeit ähnliche Absichtserklärungen auch von REWE, Penny, EDEKA und Kaufland folgten.

Wer sich mit den Haltungsstufen beschäftigt sieht sofort, dass die Stufen 1 und 2 nur unwesentlich zu besseren Haltungsbedingungen der Tiere beitragen und daher auch das sogenannte Billigfleisch repräsentieren. Dass das abgeschafft werden soll ist für jeden Tierfreund großartig.

Jetzt ist die Politik in der Pflicht – und zwar dringend und massiv! Denn um zu verhindern, dass das Fleisch der Haltungsstufen 3 und 4 aus dem (oft weniger tierschutzgerecht vorgehenden) Ausland kommt, ist es nun zwingend notwendig, den deutschen Landwirten schnellstens den Um- und Neubau ihrer Ställe zu ermöglichen. Baugenehmigungen müssen schneller, unbürokratischer und verbindlich erteilt und Fördermittel zur Verfügung gestellt werden, damit die Landwirte das geforderte Tierwohl umsetzen können.

Und die Kriterien der Haltungsformen 1-4 müssen unbedingt schnellstens auch auf weitere Nutztiere ausgeweitet werden.

Eine Vorreiterin in Sachen Tierwohl ist Gabriele Mörixmann mit ihrem Aktivstallkonzept. Für alle die Fleisch essen aber sicher sein wollen, dass es den Tieren, die dafür ihr Leben lassen mussten, wirklich gut ging ist das, was REWE am Gertrudisplatz in Düsseldorf-Eller unter der Marke glücksatt verkauft, die beste Möglichkeit, diesen Wunsch umzusetzen.

Dazu ein kurzer Beitrag des WDR mit den Beteiligten:

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-westblick/audio-livestream-aus-dem-schweinehof-im-supermarkt-100.html